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Priego de Córdoba

Priego de Córdoba

Priego de Córdoba liegt in der Subbética im Südosten der Provinz Córdoba, auf halber Strecke zwischen Córdoba, Granada und Málaga. Die Stadt bietet das 1972 geschützte Barrio de la Villa, die 139-strahlige Fuente del Rey, den Sagrario der Asunción-Kirche als Meisterwerk des spanischen Barocks und Olivenöl mit eigener Herkunftsbezeichnung.

Priego de Córdoba gehört zu den Barockstädten Andalusiens und liegt mitten zwischen Olivenhainen und Kalksteinbergen. Die Stadtverwaltung beschreibt die Lage als Herz der cordobesischen Subbética, im Südosten der Provinz Córdoba und auf halbem Weg zwischen den Städten Córdoba, Granada und Málaga. Wer in diesem Teil Andalusiens unterwegs ist, findet hier auf engem Raum ein weißes Altstadtviertel, mehrere Brunnenanlagen und Kirchen von Bildhauern und Baumeistern des 18. Jahrhunderts.

Diese Seite zeigt dir, was in der Stadt sehenswert ist, wie das Barrio de la Villa aufgebaut ist, welche Brunnen und Kirchen du nicht auslassen solltest, was die Natur ringsum bietet und was auf den Teller kommt. Alle Angaben stammen aus dem offiziellen Tourismusportal der Stadt.

ProvinzCórdoba, Subbética im Südosten
AltstadtBarrio de la Villa, seit 1972 Conjunto Histórico-Artístico
BrunnenFuente del Rey mit 139 Wasserausläufen (fertig 1803), Fuente de la Salud
KircheParroquia de la Asunción mit dem Sagrario (1772–1784, Monumento Nacional seit 1932)
NaturParque Natural Sierras Subbéticas, Geopark der UNESCO
SpezialitätOlivenöl mit D.O.P. Priego de Córdoba, Turrolate
Empfohlene Dauerein Tag

Was ist das Barrio de la Villa in Priego?

Das Barrio de la Villa ist der ursprüngliche Stadtkern und wurde 1972 zum Conjunto Histórico-Artístico erklärt. Die Stadt nennt es mittelalterlich und islamisch geprägt und vergleicht es mit dem Albaicín in Granada oder der Judería von Córdoba. Die Gassen sind gewunden, weiß und eng, voller Blumen, Kalk und Stein.

Die Stadt empfiehlt einen Spaziergang, der an der Plaza de Santa Ana beginnt, durch die Calle Real zur kleinen Plaza de San Antonio führt, weiter durch die Calle Jazmines geht und über den Bajondillo zum Adarve hinausführt. Der Adarve ist ein offener Balkon über der Landschaft Andalusiens, der das Viertel umfasst. Er liegt an einem natürlichen Steilabfall, der Priego im Lauf der Geschichte uneinnehmbar machte. Drei Brunnen fließen dort ständig; weiter unten liegen der Fluss und die fruchtbaren Gärten, dahinter Berge und Olivenhaine.

Die arabische Festung wurde im 13. und 14. Jahrhundert umgebaut. Die Stadt bezeichnet sie als wesentlich militärisch und deshalb schlicht.

Welche Brunnen und Bauten muss man in Priego sehen?

Die Fuente del Rey ist der berühmteste Brunnen. Der Baumeister Remigio del Mármol entwarf sie im barocken Stil, 1803 war sie fertig. Sie besteht aus drei länglichen Becken auf verschiedenen Höhen mit geschwungenen Konturen. Im ersten Becken steht die Skulptur eines Löwen im Kampf mit einer Schlange, die dem klassizistischen Bildhauer Álvarez Cubero zugeschrieben wird. Im zweiten, von Remigio del Mármol, ist die Hauptfigur der Anlage zu sehen: Neptun und Amphitrite auf einem Wagen, den Pferde aus dem Wasser ziehen. Von dort fällt das Wasser in einer Kaskade ins letzte Becken. Aus der Fuente del Rey fließen 139 Wasserausläufer, viele mit steinernen Fratzengesichtern. Sie ist Monumento Nacional.

Im selben Bereich liegt die Fuente de la Salud, nach einer Legende der Ort, an dem Alfons XI. sein Lager aufschlug. Sie entstand, um die Quelle zu fassen, die die Stadt versorgt, und wurde im 16. Jahrhundert von Francisco del Castillo gebaut, mit Mitwirkung des Steinmetzes Alonso González Bailén. Die manieristische Fassade ist mit farbigen Marmoren verkleidet, in der Mitte steht eine Nische mit der Virgen de la Cabeza, über den Quellfelsen sieht man Reliefs mit einem Hirten, Neptun, Amphitrite und der Medusa. Auch sie ist Monumento Nacional.

Die Carnicerías Reales sind ein Schlachthof und Markt aus dem 16. Jahrhundert, entworfen von Francisco del Castillo, mit manieristischem Portal und quadratischem Grundriss um einen Innenhof. Eine Wendeltreppe aus Stein führt in die untere Ebene, in der geschlachtet wurde. Der Recreo de Castilla, früher Huerta de las Infantas, wird erstmals 1550 in einem Kaufbrief erwähnt. Um 1857 baute Antonio Castilla hier ein Haus, und die Familie gestaltete einen romantischen Garten mit Wasserspielen. Dort fand am 1. September 1948 das erste Konzert des heutigen Festival Internacional de Música, Teatro y Danza statt, das bis 1957 im Garten gefeiert wurde.

Was macht die Pfarrkirche de la Asunción und ihren Sagrario besonders?

Die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción besitzt die plateresk gestaltete Puerta de Santa Ana, die einem Künstler aus dem Kreis von Siloé zugeschrieben wird. Das Gitter am Hauptportal stammt von 1575, der Turm von 1541. Im 17. Jahrhundert kamen die Seitenkapellen hinzu, etwa die Kapelle des Cristo de los Parrillas von 1636, dessen Christusfigur Alonso de Mena zugeschrieben wird. Der Hauptaltar ist spätrenaissancezeitlich und wurde 1567 aufgestellt; die Gemälde stammen von Pedro de Raxis und Ginés López. Der heutige Kirchenraum ist das Ergebnis eines Umbaus von 1743 bis 1747 unter Jerónimo Sánchez de Rueda.

Der Sagrario gilt als eines der Meisterwerke des spanischen Barocks. Francisco Javier Pedrajas baute ihn zwischen 1772 und 1784, seit 1932 ist er Monumento Nacional. Der Grundriss ist ein Achteck mit Umgang und Empore, darüber eine gerippte Kuppel, deren Basis acht große Fenster durchbrechen, durch die Licht in den Raum fällt. Die Wände sind mit Stuck im Rokoko-Stil überzogen; in der Mitte steht ein Tabernakel von 1921 von Manuel Garnelo. Im Gotteshaus befindet sich ein Museum mit Silberarbeiten, die ältesten aus dem 16. Jahrhundert, darunter die Renaissance-Monstranz von 1589 und das Altarensemble aus Gold und Email, das der Erzbischof und Vizekönig Caballero y Góngora 1794 stiftete.

Zu den weiteren Kirchen zählen die rokokozeitliche Iglesia de las Angustias, 1773 von Josefa del Mármol gegründet, und eine Barockkirche der Alcantariner, die 1690 fertig wurde. Für Museen nennt die Stadt unter anderem das Museo Adolfo Lozano Sidro (eröffnet 1999), das Centro de Arte del Paisaje Español Contemporáneo Antonio Povedano, beide in der Carrera de las Monjas, und das Haus des Präsidenten der Zweiten Republik, Niceto Alcalá-Zamora, in der Calle Río.

Welche Natur gibt es rund um Priego?

Rund um die Stadt liegt der Parque Natural de las Sierras Subbéticas, der seit 1988 geschützt ist. Er verteilt sich auf acht Gemeinden, darunter Cabra, Carcabuey, Doña Mencía, Iznájar, Luque, Priego de Córdoba, Rute und Zuheros. Er ist zugleich Teil des UNESCO-Geoparks Sierras Subbéticas, den die Stadt wegen Karstreliefs, Fossilien und geologischer Formationen hervorhebt.

Für Wanderer ist vor allem die Sierra de la Horconera wichtig. Dort bilden der Pico Bermejo (1.476 Meter) und La Tiñosa (1.570 Meter), der höchste Gipfel der Provinz Córdoba, Kalkmassive, von denen man bis zur Sierra Nevada sieht. Die Vegetation besteht aus Steineichen und Quejigo-Eichen, dazu Ahorn und Zürgelbaum. Es gibt viele endemische Arten und blühende Pflanzen wie Schwertlilien, Narzissen, Pfingstrosen und Orchideen sowie Sträucher wie Mastix und wilden Ölbaum. Tourenvorschläge ordnet die Stadt auf ihrer Seite zu Wanderrouten. Weitere Informationen zu Touren findest du auf der Seite Wandern in Andalusien.

Zu Priego gehören Weiler (Aldeas) wie Zagrilla, Zamoranos und Castil de Campos. In Zagrilla liegt der Jardín Micológico La Trufa, den die Stadt als pionierhaft und einmalig in Europa bezeichnet. In Zamoranos steht das Museo de la Almendra, in Castil de Campos eine Casa-Museo im Stil eines traditionellen Landhauses.

Was isst man in Priego de Córdoba und wann gibt es Feste?

Die Küche dreht sich um Olivenöl. Die Region der D.O.P. Priego de Córdoba umfasst Almedinilla, Carcabuey, Fuente Tójar und Priego. Typisch sind Salmorejo, der Remojón aus Orange und Stockfisch, der Relleno de Carnaval, eine Wurst, die in der Karnevalszeit zubereitet wird, und Revuelto de Collejas, ein Rührei mit Wildkraut. Zu den Süßspeisen zählen Barquillos, Isabelas, Tocinos de Cielo und Milhojas. Das Aushängeschild ist der Turrolate, ein Schokoladenbrötchen mit Mandeln oder Haselnüssen. In der Karwoche gibt es Pestiños und Empanadillas, zu Weihnachten Mantecados mit Rosoli.

Die Stadt veröffentlicht jedes Jahr einen Festkalender, der sich nach der Karwoche, der Sommerzeit und den Dorffesten der Aldeas richtet; sie rät, Termine bei der Touristeninformation zu bestätigen. Der Busbahnhof liegt in der Calle Nuestra Señora de los Remedios mitten in der Stadt; die Stadt verweist auf Verbindungen nach Córdoba, Granada, Lucena, Montilla und Alcalá la Real. Für die Aldeas und die Berge ist ein Mietwagen die flexibelste Lösung. Zur Planung der besten Monate hilft die Seite beste Reisezeit.

Passend dazu: Weinregion Montilla-Moriles.

Passend dazu: Naturpark Sierras Subbéticas.

Passend dazu: Olivenöl-Herkunftsbezeichnungen: Sierra de Segura, Baena und Priego.

Wo liegt Priego de Córdoba?

In der Subbética im Südosten der Provinz Córdoba, auf halbem Weg zwischen Córdoba, Granada und Málaga.

Wie viele Wasserausläufer hat die Fuente del Rey?

139. Die Anlage wurde 1803 fertig und ist Monumento Nacional.

Was ist der Sagrario in Priego?

Ein Teil der Asunción-Kirche, den Francisco Javier Pedrajas zwischen 1772 und 1784 errichtete und der seit 1932 Monumento Nacional ist.

Wie hoch ist der höchste Berg der Umgebung?

La Tiñosa mit 1.570 Metern ist der höchste Gipfel der Provinz Córdoba.

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