Die Sierras Subbéticas sind ein Naturpark von rund 32.000 Hektar im Süden der Provinz Córdoba. Kalkberge mit Karstfeldern, Schluchten und Höhlen, Olivenhaine im Umland, die Cueva de los Murciélagos bei Zuheros und der Fuente del Rey in Priego machen die Landschaft zum Geopark mit acht Gemeinden.
Zwischen den Flüssen Genil und Guadajoz hebt sich südlich von Córdoba eine Reihe paralleler Kalkrücken aus dem Olivenmeer. Aus der Ferne wirkt das Gebirge grau und ocker, aus der Nähe ist es voller Überraschungen: Dolinen, Quellen, ein Canyon, eine Höhle mit Spuren aus der Steinzeit und weiße Dörfer, in denen Barockkirchen stehen.
Diese Seite führt dich durch die Landschaft und ihre Gesteine, die wichtigsten Orte, die Höhle von Zuheros, die Wege und Aussichtspunkte, die Tierwelt, die Feste und das, was die Dörfer produzieren.
| Lage | Süden der Provinz Córdoba, zwischen den Flüssen Genil und Guadajoz |
|---|---|
| Fläche | rund 32.000 Hektar |
| Gemeinden | Cabra, Carcabuey, Doña Mencía, Iznájar, Luque, Priego de Córdoba, Rute, Zuheros |
| Schutzstatus | Naturpark, Geopark, Naturdenkmal Cueva de los Murciélagos |
| Besucherzentrum | Santa Rita an der A-339 zwischen Cabra und Priego |
| Wahrzeichen | Fuente del Rey in Priego, Sima de Cabra, Cañón del Río Bailón |
| Beste Zeit | Frühling und Herbst |
Fragen, die diese Seite beantwortet
- Was sind die Sierras Subbéticas und wie sind sie entstanden?
- Welche Karstformen und Aussichtspunkte sollte man kennen?
- Was bietet die Cueva de los Murciélagos bei Zuheros?
- Welche Wege und Aktivitäten gibt es im Naturpark?
- Welche Tiere und Pflanzen gibt es in den Sierras Subbéticas?
- Welche Feste und Produkte prägen die Region?
- Wie kommt man hin und was lässt sich kombinieren?
Was sind die Sierras Subbéticas und wie sind sie entstanden?
Die Sierras Subbéticas bilden den nördlichsten Teil der Betischen Kordilleren. Der Naturpark umfasst rund 32.000 Hektar in der Provinz Córdoba und erstreckt sich über acht Gemeinden: Cabra, Carcabuey, Doña Mencía, Iznájar, Luque, Priego de Córdoba, Rute und Zuheros. Das Gebirge besteht aus mehreren parallelen Kalkrücken mit hohen Gipfeln und schmalen Tälern.
Weil Kalk im Regenwasser langsam gelöst wird, ist die Landschaft ein Karst. Das Wasser frisst Rinnen in den Fels, bildet Schächte und Höhlen und lässt Quellen am Fuß der Berge austreten. Der Park ist deshalb nicht nur Naturpark, sondern auch Geopark, ein Titel, der Landschaften mit bedeutenden geologischen Stätten auszeichnet. Dazu kommen der Status eines europäischen Vogelschutzgebiets und der Beitritt zur Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus.
Wer zum ersten Mal hier ist, sieht vor allem eines: Olivenhaine bis an den Rand der Berge. Sie prägen die Landwirtschaft der Region. Darüber beginnt der Fels, der im Kontrast zum Grün der Bäume steht.

Welche Karstformen und Aussichtspunkte sollte man kennen?
Mehrere Formen lassen sich ohne Spezialausrüstung ansehen:
- Der Lapiaz de los Lanchares ist ein Karrenfeld, in dem das Wasser den Kalk in scharfe Rippen und Rinnen zerlegt hat. Er zieht sich hinauf zum Picacho de la Virgen de la Sierra.
- Vom Mirador am Picacho aus blickst du auf das Poljé de la Nava, eine große, ringsum von Höhen umgebene Senke. An klaren Tagen sind die Gipfel der Sierra Nevada zu sehen.
- La Tiñosa ist der höchste Gipfel der Provinz Córdoba und liegt im Park bei Priego de Córdoba.
- Der Cañón del Río Bailón ist eine tiefe Schlucht, die der Fluss in den Kalk geschnitten hat.
- Die Hoyones bei Cabra sind Dolinen, also Einsturztrichter im Karst.
- Die Sima de Cabra ist ein Schacht für Höhlenforscher; der Zugang verlangt eine Genehmigung des Naturparks.
In den Dörfern selbst liegen zwei Brunnen, die man gesehen haben sollte. Die Fuente del Río in Cabra und die Fuente del Rey in Priego de Córdoba versorgten früher die Bevölkerung. Die Fuente del Rey hat mehr als hundert Wasserspeier.
Für Übernachtungen eignet sich Priego de Córdoba, wo außer Hotels auch die Villa Turística bereitsteht. Von dort sind die Wanderwege an der Tiñosa, die Fuente del Rey und die Dörfer des Parks in kurzer Fahrt erreichbar. Cabra wiederum liegt dem Besucherzentrum Santa Rita, der Fuente del Río und der Sima de Cabra am nächsten. Die Wasserquellen der Gegend, darunter die Quelle Zambra, speisen die Bäche und erklären, warum zwischen den trockenen Kalkrücken grüne Täler liegen.
Was bietet die Cueva de los Murciélagos bei Zuheros?
Die Cueva de los Murciélagos, die Fledermaushöhle, ist als Naturdenkmal geschützt und liegt bei Zuheros. Sie entstand durch die langsame Lösung des Kalks. Heute leben in ihr viele Fledermäuse, die im Dunkeln fliegen und jagen. Funde zeigen, dass auch Menschen sie nutzten: In der Höhle wurden menschliche Skelette und Wandbilder entdeckt, und die Fundstelle ist ein bedeutendes Beispiel für das Neolithikum in Andalusien.
Für den Besuch gibt es ein Ökomuseum, das der Gemeinde Zuheros gehört. Es liegt an der Straße CO-6210 bei Kilometer 4, ungefähr 3,8 Kilometer von Zuheros entfernt und etwa 200 Meter von der Höhle. Die Ausstellung beginnt mit einer Entdeckungsgeschichte und führt durch Räume, die das Innere der Höhle nachbilden. In die Höhle selbst gelangst du nur mit einer geführten Besichtigung, für die du vorher reservieren solltest. Öffnungszeiten und Reservierung regelt die Gemeinde Zuheros.
Zuheros ist auch ohne Höhle ein Besuch wert. Das Dorf liegt unter einer Burg, hat weiß gekalkte, verwinkelte Gassen aus arabischer Zeit und einen Aussichtspunkt, den Mirador de Zuheros. Funde der gesamten Region reichen von der Altsteinzeit über bronzezeitliche Idole bis zu iberischen Statuen und einem römischen Meilenstein.

Welche Wege und Aktivitäten gibt es im Naturpark?
Im Park sind acht Wanderwege beschildert. Sie liegen in den Gemeinden Cabra, Carcabuey, Priego de Córdoba und Rute:
- Río Bailón, Enrique Triano, La Ermita und Los Pelaos bei Cabra
- Las Buitreras bei Carcabuey
- La Tiñosa bei Priego de Córdoba
- Pinar de Rute und Sierra Horconera bei Rute
Hinzu kommt der Weg zur Nava am Fuß des Picacho. Ein botanischer Lehrpfad am Besucherzentrum Santa Rita zeigt einen Teil der mehr als 1.200 Pflanzenarten des Parks. Das Zentrum selbst liegt an der A-339 bei Kilometer 11,2 zwischen Cabra und Priego, jeweils rund zehn Kilometer von Cabra und Carcabuey entfernt. In der Nähe befindet sich der Botanische Garten La Trufa in Priego de Córdoba.
Klettern und Abseilen sind im Gebiet Las Cruces möglich, brauchen aber eine Genehmigung des Naturparks, genau wie der Abstieg in die Sima de Cabra. Radrouten gibt es ebenfalls. Als Aussichtspunkte sind außerdem der Mirador Algar bei Carcabuey und der Mirador La Cabrera bei Cabra angelegt. Rastplätze liegen in El Castillejo und El Palancar bei Carcabuey sowie bei Santa Rita.
Welche Tiere und Pflanzen gibt es in den Sierras Subbéticas?
Im Mittelmeerwald wachsen Steineichen, Erdbeerbäume, Kermeseichen und Mastixsträucher, an den Bächen Weißpappeln, Weiden und Erlen. Auf sonnigen Hängen blüht die Pfingstrose. Unter den mehr als 1.200 Pflanzenarten sind Endemiten.
Unter den Tieren fallen die Greifvögel auf: Steinadler, Habichtsadler, Gänsegeier, Schmutzgeier, Wanderfalke, Sperber und Habicht brüten in den Felswänden. Dazu kommen Weißstorch, Alpenkrähe und Wiedehopf. Im Fels lebt der Steinbock, in den Höhlen leben Fledermäuse. Die Bergwelt ist ruhig, und wer früh am Morgen unterwegs ist, hört oft nur Vögel.
Welche Feste und Produkte prägen die Region?
Die Dörfer des Parks feiern über das Jahr verteilt. Einige wiederkehrende Termine:
- Luque: Romería de San Jorge, am Sonntag nach dem 23. April.
- Zuheros: Feria in der ersten Augusthälfte.
- Rute: Fiestas del Carmen am 15. August.
- Priego de Córdoba: Fiestas de la Aurora am zweiten Sonntag im September.
- Carcabuey: Romería de la Virgen del Castillo in der ersten Septemberhälfte.
- Iznájar: Fiestas de la Piedad in der ersten Septemberhälfte.
- Doña Mencía: Feria de Jesús Nazareno und Vendimia Flamenca Mitte September.
Zu den regionalen Spezialitäten zählen Weine und der Anís de Rute, ein Anislikör. Olivenöl ist das wichtigste Erzeugnis des Umlands. In den Gemeinden des Parks prägen Kirchen und Plätze im Stil des Barock das Ortsbild, in Zuheros dazu die Burg und das maurisch geprägte Gassenlabyrinth.
Wie kommt man hin und was lässt sich kombinieren?
Der Park liegt südlich von Córdoba, nördlich von Antequera. Für die Dörfer und Aussichtspunkte ist ein Auto praktisch, Hinweise dazu stehen unter Mietwagen in Andalusien. Sinnvoll ist ein Tag für Zuheros und die Höhle, ein weiterer für Priego de Córdoba mit der Altstadt und dem Fuente del Rey sowie ein dritter für eine Wanderung. Der Weinbau der Provinz ist auf der Seite Montilla-Moriles beschrieben.
Wer Karstlandschaften vergleichen möchte, findet in El Torcal bei Antequera ein weiteres Beispiel. Die Provinz im Überblick steht auf der Seite Provinz Córdoba.
Die offizielle Beschreibung mit allen Wegen und Einrichtungen findest du beim Besucherfenster der Junta de Andalucía.
Wie groß sind die Sierras Subbéticas?
Der Naturpark umfasst rund 32.000 Hektar in der Provinz Córdoba und acht Gemeinden.
Wie kommt man in die Cueva de los Murciélagos?
Nur mit einer geführten Besichtigung. Reserviere vorher; Öffnungszeiten und Reservierung regelt die Gemeinde Zuheros.
Wo liegt das Besucherzentrum Santa Rita?
An der A-339 zwischen Cabra und Priego bei Kilometer 11,2, rund zehn Kilometer von Cabra und von Carcabuey entfernt.
Wie viele Wasserspeier hat der Fuente del Rey in Priego?
Mehr als hundert.
Brauche ich eine Genehmigung für Höhlen und Klettern?
Für die Sima de Cabra und für Klettern und Abseilen im Gebiet Las Cruces verlangt der Naturpark eine Genehmigung.
Welcher Likör kommt aus Rute?
Der Anís de Rute, ein Anislikör.
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