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Sierra de Hornachuelos

Sierra de Hornachuelos

Die Sierra de Hornachuelos ist ein Naturpark von rund 60.000 Hektar im Westen der Provinz Córdoba, nur wenige Kilometer von der Stadt Córdoba entfernt. Steineichen- und Korkeichenwälder, Schluchten am Bembézar und am Guadiato, eine der größten Mönchsgeier-Kolonien Andalusiens und die Siedlung San Calixto prägen die Landschaft.

Nur wenige Kilometer vom Guadalquivir-Tal entfernt beginnt eine Landschaft mit Eichenwäldern und stillen Flusstälern. Die Sierra de Hornachuelos liegt westlich von Córdoba, bedeckt mit Eichenwäldern, durchzogen von tief eingeschnittenen Flüssen und überflogen von Geiern, deren Kolonien zu den größten Andalusiens zählen.

Diese Seite zeigt dir die Landschaft und die Gesteine, den Wald und seine Tiere, die kulturellen Spuren im Park, die Wanderwege, die Feste der Gemeinden und die Frage, wie sich ein Besuch mit Córdoba verbinden lässt.

LageWesten der Provinz Córdoba, Sierra Morena
Flächerund 60.000 Hektar
GemeindenHornachuelos, Almodóvar del Río, Córdoba, Posadas, Villaviciosa de Córdoba
GesteinSchiefer und Quarzit
SchutzstatusNaturpark, Teil des Biosphärenreservats Dehesas de Sierra Morena
TiereMönchsgeier, Gänsegeier, Kaiseradler, Schwarzstorch
BesucherzentrumHuerta del Rey bei Hornachuelos

Wo liegt die Sierra de Hornachuelos und wie sieht sie aus?

Der Naturpark umfasst rund 60.000 Hektar im Zentrum und Westen der Provinz Córdoba, innerhalb der Sierra Morena. Er gehört zu fünf Gemeinden: Hornachuelos, Almodóvar del Río, Córdoba, Posadas und Villaviciosa de Córdoba. Gemeinsam mit den Naturparks Sierra Norte de Sevilla und Sierra de Aracena y Picos de Aroche bildet er das Biosphärenreservat Dehesas de Sierra Morena.

Das Gestein besteht überwiegend aus Schiefer und Quarzit. Diese harten Schichten bilden eine Reihe von Bergstöcken, die mit tiefen Schluchten und höher gelegenen Ebenen wechseln. Wo Quarzit und Schiefer anstehen, haben die Flüsse Bembézar, Guadiato und weitere Bäche enge Täler geschnitten. An manchen Stellen sind daraus Stauseen geworden, etwa der Bembézar-Stausee.

Im Südwesten, wo der Untergrund kalkhaltig ist, ändert sich die Pflanzenwelt. Dort wachsen Johannisbrotbäume und Zwergpalmen, während im übrigen Gebiet Eichen den Ton angeben.

Steineichen auf sanften Hügeln und felsiges Flusstal in der Sierra de Hornachuelos

Welche Pflanzen prägen den Wald und die Flüsse?

Die Steineiche ist der häufigste Baum. In feuchteren Lagen kommen Korkeiche und Quejigo, eine Eichenart mit großen Blättern, dazu. In den Flusstälern wachsen Wildoliven, Pappeln, Erlen, Weiden, Eschen, Efeu und Oleander. Auf den flacheren Flächen herrscht die Dehesa vor, ein lichter Eichenwald, in dem Iberische Schweine weiden. An steileren Hängen schließen sich dichter Wald und Buschwerk an.

Die Landschaft kennt weitere Zeugnisse der Nutzung. Weidengehölze säumen die Ufer, Korkschäler arbeiten in den Beständen, und an einigen Stellen stehen noch Steinöfen, in denen Kalk mit Zistrosen-Gestrüpp gebrannt wurde. Im Wasser wachsen Hahnenfuß und Wasserlinsen.

Wer im Frühling kommt, erlebt blühende Zistrosen und frisches Gras unter den Eichen. Im Herbst färbt sich das Laub der Pappeln und Eschen entlang der Bäche.

Welche Tiere leben in der Sierra de Hornachuelos?

Der Park ist vor allem für seine Geier bekannt. Hier brütet eine der größten Mönchsgeier-Kolonien Andalusiens, dazu kommt eine große Population von Gänsegeiern. Auch Steinadler, Kaiseradler und Habichtsadler sowie Schwarzstörche nisten im Gebiet, außerdem der Schmutzgeier.

Scheuere Arten sind Fischotter und Ichneumon. Hirsche und Wildschweine leben in den Wäldern. Wer Tiere beobachten möchte, braucht Geduld und Ruhe: früh am Morgen, mit Fernglas, abseits der Straßen.

Die Greifvögel nutzen Felswände über den Flusstälern, aber auch einzelne Eichen als Nistplatz. Von den Wegen am Bembézar aus siehst du die Felsen, an denen sie kreisen.

Felswand über einem Flusstal mit Steineichen und kreisenden Geiern

Welche kulturellen Spuren gibt es im Naturpark?

Zwei Orte erzählen von einer anderen Geschichte der Sierra. Am Bembézar-Weg stehen die Ruinen des verlassenen Seminario de Los Ángeles. In der Nähe ragt die Peña del Fraile auf, ein Felsen, der den Duque de Rivas zu seinem Drama „Don Álvaro o la fuerza del sino“ inspirierte. Beide sind vom Weg aus zu sehen.

Mitten in der Sierra liegt außerdem die Siedlung San Calixto. Sie besteht aus einem baulichen Ensemble und beherbergt eine Gemeinschaft Unbeschuhter Karmeliter. In den Gemeinden arbeiten Tischler, Imker und Wurstmacher.

Zum Gebiet gehören auch Almodóvar del Río und Córdoba, zwei Orte mit viel Kulturerbe. Wer die Sierra besucht, kann deshalb Natur und Stadtbesichtigung miteinander verbinden.

Welche Wege führen durch den Naturpark?

Beschilderte Wanderwege gibt es mehrere:

  • Der Sendero del Guadalora führt durch Auwald am Fluss.
  • Der Sendero del Bembézar folgt dem Fluss durch die Schlucht und führt am Seminario de Los Ángeles und an der Peña del Fraile vorbei.
  • Der Sendero Los Ángeles bei Hornachuelos ist ein weiterer ausgeschilderter Weg.

Das Besucherzentrum Huerta del Rey liegt an der Landstraße A-3151 von Hornachuelos nach Fuente Obejuna, rund 1,5 Kilometer vom Ort entfernt. Es zeigt die Natur und die Wirtschaft der Region; daneben gibt es eine Gaststätte. Zusätzlich bieten Veranstalter Multiabenteuer-Touren zu Land, Kajak-Routen, Sternenbeobachtung, Vogelbeobachtung und Pilzwanderungen an.

Wie in allen Naturparks gilt: auf den Wegen bleiben, nichts hinterlassen, Feuer vermeiden und in der Jagdzeit vorher nachfragen, ob im Gebiet gejagt wird.

Was macht eine Dehesa aus und wie wird sie genutzt?

Die Dehesa ist keine Wildnis im strengen Sinn, sondern ein Wald, den Menschen über Jahrhunderte gelichtet und gepflegt haben. Die Eichen stehen weit auseinander, damit zwischen ihnen Gras wächst. Auf diesem Weideland laufen Iberische Schweine, Rinder und Schafe, die im Herbst Eicheln fressen. Aus den Korkeichen wird Kork geschält, ohne dass der Baum gefällt wird, und aus der Zistrose der Hänge wurde früher der Brennstoff für die Kalköfen gewonnen.

Für die Natur ist diese Nutzung ein Gewinn. Der lichte Wald bietet Greifvögeln Sitzwarten und Nistbäume, Hirschen Deckung und Wiesen und Kleintieren Nahrung. Die Wirtschaft der Dörfer, von der Wurst bis zum Honig, hängt direkt an diesem Landschaftstyp. Darum steht die Dehesa im Mittelpunkt des Biosphärenreservats Dehesas de Sierra Morena.

Wenn du durch den Park fährst, erkennst du die Dehesa an den gleichmäßig verteilten, breitkronigen Eichen, an Steinmauern und Weidezäunen und an den Tränken des Viehs. Je steiler das Gelände wird, desto dichter schließt sich der Wald, und die Landschaft wirkt wilder.

Welche Feste und Produkte gibt es in den Gemeinden?

Die Gemeinden des Parks feiern zu festen Zeiten im Jahr:

  • Posadas: Feria de Mayo, am ersten Wochenende im Mai.
  • Hornachuelos: Feria y Fiestas de San Abundio, Mitte Juli.
  • Villaviciosa de Córdoba: Feria de la Asunción, Mitte August.
  • Almodóvar del Río: Fiestas Patronales zu Ehren der Virgen del Rosario, in der ersten Oktoberwoche.

Zu den Erzeugnissen zählen Wurstwaren, Wildfleisch und Honig. Dazu kommen Möbel und Schnitzarbeiten von Tischlern und Präparatoren, die das Holz und die Tiere der Sierra verarbeiten. Wer essen möchte, findet in den Dörfern eine Küche, die von Schwein, Wild und Gemüse bestimmt ist.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Die angenehmsten Monate zum Wandern sind Frühling und Herbst. Im Frühling blüht der Unterwuchs, die Bäche führen Wasser, und die Greifvögel sind an den Brutplätzen unterwegs. Im Herbst ist das Licht weich, die Luft klar und die Temperatur zum Gehen angenehm. Im Hochsommer wird es im Landesinneren heiß, dann gehören Wasser, Sonnenschutz und frühe Startzeiten zur Grundausstattung.

Zur Ausrüstung zählen festes Schuhwerk, ein Fernglas und genügend Wasser. Mobilfunk ist in den Tälern nicht überall verfügbar. Sag deshalb jemandem, welchen Weg du gehst. Das Besucherzentrum gibt Auskunft über Wegzustand und über Jagdtage, an denen einzelne Gebiete nicht begangen werden sollten.

Wie lässt sich der Besuch mit Córdoba verbinden?

Der Park beginnt kurz hinter dem Stadtgebiet von Córdoba, das selbst zu den Gemeinden des Naturparks gehört. Ein Tag in der Stadt mit der Mezquita und ein Tag in der Sierra ergänzen sich gut. Auch die Ruinen von Medina Azahara liegen am Rand der Sierra Morena westlich der Stadt. Einen Überblick über die Region gibt die Seite Provinz Córdoba.

Für die Anfahrt braucht man ein Auto, Hinweise dazu stehen unter Mietwagen in Andalusien. Wer die ganze Sierra Morena kennenlernen möchte, kombiniert den Park mit dem westlich angrenzenden Nachbarn, der Sierra Norte de Sevilla, und mit der Sierra de Andújar. Weitere Routen findest du unter den Naturräumen Andalusiens.

Die offizielle Beschreibung mit allen Wegen und Einrichtungen findest du beim Besucherfenster der Junta de Andalucía.

Passend dazu: Aceite Montoro-Adamuz: das phenolreiche DOP-Olivenöl aus der Sierra Morena.

Wie groß ist die Sierra de Hornachuelos?

Der Naturpark umfasst rund 60.000 Hektar in der Provinz Córdoba.

Zu welchen Gemeinden gehört der Park?

Zu Hornachuelos, Almodóvar del Río, Córdoba, Posadas und Villaviciosa de Córdoba.

Welche Geier leben in der Sierra de Hornachuelos?

Mönchsgeier und Gänsegeier. Die Kolonie der Mönchsgeier gehört zu den größten Andalusiens.

Was ist die Peña del Fraile?

Ein Felsen am Bembézar-Weg, der den Duque de Rivas zu seinem Drama „Don Álvaro o la fuerza del sino“ inspirierte.

Wo liegt das Besucherzentrum?

Huerta del Rey liegt an der A-3151 von Hornachuelos Richtung Fuente Obejuna, rund 1,5 Kilometer vom Ort entfernt.

Wann ist die Feria de San Abundio?

Mitte Juli in Hornachuelos.

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