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Montes de Málaga

Montes de Málaga

Der Naturpark Montes de Málaga erhebt sich unmittelbar nördlich der Stadt Málaga. Ein Pinienwald aus Aleppokiefern bedeckt Hänge, die bis 1.032 Meter hoch ansteigen, mit fünf Aussichtspunkten, einem Netz von Waldpisten und dem Fest der Verdiales am 28. Dezember. Der Wald ist ein Menschenwerk: Er wurde ab 1930 gepflanzt, um die Stadt vor Überschwemmungen zu schützen.

Viele Besucher kennen die Berge hinter Málaga nur aus der Ferne. Wer hinauffährt, findet ein Mittelgebirge mit steilen Schieferhängen, tiefen Bachtälern und weiten Ausblicken über die Bucht. Dass der Wald überhaupt dort steht, hat mit einer Geschichte aus Wein, Rosinen, Reblaus und Hochwasser zu tun.

Die Seite erklärt Lage und Gelände, die Aufforstung seit den 1930er Jahren, Tiere und Pflanzen, die Kultur der Verdiales und die Aussichtspunkte mit ihren Wegen.

Lageunmittelbar nördlich von Málaga, Grenze zur Axarquía im Osten
Höchster PunktCerro de la Reina, 1.032 Meter
Weitere GipfelCerro del Viento 1.029 Meter, Santopitar 1.019 Meter
KlimaJahresmittel um 15 °C, über 600 Millimeter Niederschlag
Geländemehr als die Hälfte der Fläche mit über 30 % Gefälle
WaldAleppokiefer (Pinus halepensis), gepflanzt ab 1930
FestFiesta Mayor de Verdiales am 28. Dezember

Wo liegen die Montes de Málaga und wie ist das Gelände?

Die Montes de Málaga bilden das Bergland zwischen der Stadt Málaga, dem Mittelmeer und den Orten Casabermeja und Colmenar im Norden. Im Osten schließen sich Comares, El Borge, Moclinejo, Totalán und Rincón de la Victoria an, im Westen das Tal des Río Campanillas. Als Naturraum ist das Gebiet größer als der Park selbst.

Geologisch gehören die Berge zum Maláguide-Komplex der inneren Betischen Kordillere. Es überwiegen Tonschiefer, Sandsteine und gefaltete graublaue Kalksteine. Weil der Schiefer undurchlässig ist, gibt es kaum Grundwasser; nur die Quelle Fuente de la Reina und die alten Stollen liefern ganzjährig Wasser. Auf Kalk wird das Wasser hart und mineralreich. Auf jüngeren Ablagerungen aus Konglomerat, Sand, Mergel und rotem Ton liegen fruchtbare braune Böden.

Die Höhe bleibt unter den großen Gebirgen der Provinz zurück, aber das Relief ist rau. Mit dem Cerro de la Reina (1.032 Meter), dem Cerro del Viento (1.029 Meter) und dem Santopitar (1.019 Meter) bilden die Gipfel einen Kamm, und mehr als die Hälfte der Fläche hat mehr als 30 Prozent Gefälle. Drei Flusssysteme entwässern das Gebiet: Guadalmedina, Guadalhorce und Vélez. Im Park fließen die meisten Bäche zum Guadalmedina. Sie sind im Winter aktiv und im Sommer fast trocken.

Das Klima ist mild. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei etwa 15 °C, Frost ist so gut wie unbekannt. Mehr als 600 Millimeter Niederschlag fallen im Jahr, im Norden mehr als im Süden. Der Regen kommt oft als Starkregen, und lange Sommerdürre ist normal. Gerade dieses Muster hat die Geschichte des Gebiets geprägt.

Aussichtspunkt über Pinienwald mit Blick auf Málaga und das Mittelmeer

Warum wurde der Wald der Montes de Málaga gepflanzt?

Seit der Antike wurden die Hänge bewirtschaftet. Die Phönizier gründeten im 8. Jahrhundert v. Chr. Malaka, und in den Siedlungen am Cerro del Villar und am Cerro de la Tortuga standen Töpferöfen, die viel Brennholz brauchten. Auch die Römer nutzten die Berge landwirtschaftlich. Nach der Wiedereroberung und der Neubesiedlung im 16. Jahrhundert wurde das Land privatisiert, und der Handel mit Wein und Rosinen bestimmte die Nutzung. Weinberge erreichten die Hänge, und die Wälder wichen.

1878 landete die Reblaus in Málaga. Der Schädling zerstörte binnen weniger Jahre die Weinwirtschaft, von der Zehntausende lebten. Die nackten Hänge nahmen kein Wasser mehr auf, und der Guadalmedina trat immer wieder über die Ufer. Die Stadt Málaga litt unter Hochwasser, bis nach der Flut von 1918 ein Projekt zur Korrektur und Aufforstung des Einzugsgebiets entstand. Es wurde neun Jahre später genehmigt und sah Arbeiten auf 12.835 Hektar vor.

Ab 1930 liefen die Arbeiten unter dem Forstingenieur José Martínez Falero, sie dauerten bis 1950. Enteignet wurden 77 Landgüter mit zusammen knapp 5.000 Hektar enteignet, darunter fast hundert Häuser und Weinkeller (Lagares). In vierzehn Pflanzkampagnen kamen 26 Millionen Pflanzen in den Boden, vor allem Aleppokiefern, daneben Pappeln und Eukalyptus. Die Baumschulen lagen in Torrijos, Villalba, El Cerrado, Jotrón, Galindo und El Boticario. Dazu entstanden 30 Sperrmauern, 417 Querwehre, 52 Kilometer Wege und 10 Kilometer Pfade. Seit 1931 hat es keine verheerende Überschwemmung mehr gegeben. Die Stauseen El Agujero und, seit 1983, El Limonero regeln den Fluss zusätzlich.

Die Aleppokiefer (Pinus halepensis) wuchs schnell, passt zum Standort und übersteht Trockenheit. Sie wird gut 20 Meter hoch, ihre Nadeln sind sechs bis zwölf Zentimeter lang. Das Holz ist wenig wertvoll, aber jedes Jahr werden etwa 4.000 Kubikmeter bei der Waldpflege entnommen. Der Park ist mit mehr als 150 Kilometern Waldwegen, Schneisen, Wasserbecken und Wachposten gegen Waldbrand ausgerüstet. Als Naturpark wurde das Gebiet 1989 geschützt, nachdem die Verwaltung 1983 an Andalusien übergegangen war.

Altes Landgut zwischen Pinien in den Bergen bei Málaga

Welche Pflanzen und Tiere leben in den Bergen hinter Málaga?

Der Aleppokiefernwald dominiert, aber er ist kein Einerlei. In Bachnähe wachsen Pflanzen, die Trockenheit weniger vertragen, und es gibt Inseln aus Steineichen, Korkeichen und Kulturflächen mit Reben, Oliven und Mandeln, die wiederhergestellt werden sollen. Im Westen und Süden sind die Hänge wärmer, weil sie niedriger liegen, näher am Meer und der Sonne zugewandt.

Unter den Greifvögeln sind Schlangenadler, Zwergadler, Habicht, Sperber und Mäusebussard zu sehen, dazu Waldkauz. Der Schlangenadler gehört zu den Wahrzeichen des Parks. Das Gemeine Chamäleon lebt ausschließlich auf Bäumen und Sträuchern. Seine Vorkommen reichen vom Park bis zur Mündung des Guadalhorce, in die Axarquía und in die Stadtberge von Málaga. Zu den Amphibien zählen Erdkröte, Wasserfrosch, Iberischer Scheibenzüngler und Laubfrosch. Im Guadalmedina leben die Iberische Nase, der Südliche Steinbeißer (Colmilleja) und die Maurische Bachschildkröte.

Der Steinbeißer ist der Grund, weshalb der Guadalmedina zwischen Casabermeja und dem Stausee El Limonero als Zone für den Erhalt unter europäischem Schutz steht (ZEC). Der Park ist in Zonen gegliedert. Die Zone B mit besonderer Regelung umfasst Linares, Torrijos, Contadoras, Zupide und Pocopán. In der Zone C mit allgemeiner Regelung finden Erholung, Weide und Landwirtschaft statt.

Wie klingen die Verdiales, und wann ist das Fest?

Die Verdiales sind der Volkstanz und der Volksgesang der Berge. Die Gruppen heißen Pandas und ziehen ursprünglich über Pfade und Wege der Montes. Das Fest hat ein Zentrum: die Ermita de la Virgen de los Dolores im Ortsteil Los Verdiales. Dort findet am 28. Dezember die Fiesta Mayor de Verdiales statt, der große Tag, an dem Dutzende Pandas wetteifern.

Es gibt drei Stile. Der Stil der Montes ist der älteste und passt in die Berge um Jotrón, Las Vizcaínas, Chaperas, Torrijos, El Boticario und Marín. Er lebt von den trockenen Schlägen des großen Pandero, von schlichten Gitarren und Becken. Violinen führen die Gruppe, Kastagnetten übernehmen meist Frauen. Der Stil von Almogía ist der schnellste und reicht am weitesten, er erlaubt schnelleren Tanz und lebendigeren Gesang. Der Stil von Comares ergänzt Laute und Bandurria, die Saiten übernehmen die Führung, der Tanz wird ruhiger. Die Pandas stehen unter der Führung eines Alcalde, ein Bannerträger trägt die Fahne mit dem Bild der Virgen de los Dolores, der Patronin des Festes.

Das Fest ist Teil der Identität der Malagueños. Ohne die Landschaft der Berge, die Ermita und die Pfade verliert es allerdings seinen Sinn. Die Musiktraditionen im Süden Spaniens stellt die Seite zu Flamenco vor.

Welche Aussichtspunkte und Wege lohnen sich?

Fünf Aussichtspunkte gehören zur Ausstattung des Parks: El Cochino, Martínez Falero, Vázquez Sell, El Palomar und Pocopán. Die drei ersten sind ohne Anstrengung zugänglich, der Palomar und besonders Pocopán erfordern kräftige Steigungen; zum Pocopán führt der Weg über eine etwa 300 Meter lange, steile Feuerschneise. Von ihnen blickt man auf Málaga, das Mittelmeer und an klaren Tagen auf Torcal de Antequera, Sierra de las Nieves und die Sierras de Tejeda, Almijara und Alhama. Mehr zu den Nachbarn: El Torcal, Sierra de las Nieves und Sierras de Tejeda, Almijara und Alhama.

Der Aussichtspunkt El Cochino liegt an einem kurzen Rundweg von etwa drei Kilometern. Er heißt nach einer Skulptur aus Schrott, die im Park gefunden wurde. Am Llano de Contadoras beginnen die Wege Pocopán und Umbría de Contadoras, die zusammen etwa acht Kilometer ergeben. Dort steht der Aula de la Naturaleza Las Contadoras. Die Wege lassen sich zu Fuß und mit dem Rad bewältigen.

Der übliche Zugang führt über die Carretera de los Montes (A-7000, früher C-345) von Málaga Richtung Colmenar, die den Ostrand des Parks markiert. An ihr liegen mehrere Ventas. Bei der Venta El Boticario zweigt eine Forstpiste zum gleichnamigen Landgut ab, einem alten Lagar. Dort sitzt das Zentrum für bedrohte Arten (CREA), das nicht besucht werden kann. Von hier führt der Radweg Picapedreros-Boticario über knapp sieben Kilometer zu den Molinos de San Telmo, Fahrzeuge mit Motor sind dort verboten.

Der Acueducto de San Telmo, ein Werk des 18. Jahrhunderts, führte Wasser über rund elf Kilometer und mehr als 30 Brücken und Aquädukte nach Málaga. Die Brücke über den Arroyo Quintana hat elf Bögen, der Aquädukt ist als Sitio Histórico anerkannt. Eine weitere Brücke steht im botanischen Garten. Die Stadt selbst beschreibt die Seite zu Málaga, das Umland die Seite zur Provinz Málaga. Der Wein dieser Berge ist auf der Seite zum Vino de Málaga erklärt.

Wo liegen die Montes de Málaga?

Unmittelbar nördlich der Stadt Málaga. Die Berge reichen bis nach Casabermeja und Colmenar und grenzen im Osten an die Axarquía.

Wie hoch sind die Montes de Málaga?

Der höchste Punkt im Park ist der Cerro de la Reina mit 1.032 Metern. Der Cerro del Viento erreicht 1.029 Meter, der Santopitar 1.019 Meter.

Warum wurde der Wald gepflanzt?

Nach dem Zusammenbruch des Weinbaus waren die Hänge kahl, und der Guadalmedina überschwemmte Málaga. Zwischen 1930 und 1950 wurden 26 Millionen Pflanzen gesetzt, vor allem Aleppokiefern.

Wann ist die Fiesta Mayor de Verdiales?

Am 28. Dezember. Sie findet an der Ermita de la Virgen de los Dolores im Ortsteil Los Verdiales statt.

Welche Aussichtspunkte gibt es?

El Cochino, Martínez Falero, Vázquez Sell, El Palomar und Pocopán. Pocopán ist der anstrengendste.

Seit wann ist das Gebiet Naturpark?

Seit 1989. Die Verwaltung ging 1983 an die Autonome Gemeinschaft Andalusien über.

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